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Verfassung  der  Autismus-Stiftung

§ 1 Name, Sitz und Rechtsform

(1)        Die Stiftung führt den Namen „Autismus-Stiftung“.

(2)        Sie ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts.

(3)        Sie hat ihren Sitz in Kassel.

§ 2 Stiftungszweck

(1)        Die Stiftung dient ausschließlich und unmittelbar mildtätigen Zwecken im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Sie ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

(2)        Zwecke der Stiftung sind die

·             Förderung durch Autismus behinderter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener 

·             Fürsorge für durch Autismus behinderte Menschen.

(3)        Die Zwecke der Stiftung werden verwirklicht durch die Förderung von Maßnahmen, welche die Lebensqualität der durch Autismus behinderten Menschen und ihrer Familien verbessern sollen, zum Beispiel in den Sparten:

a)        Therapie für autistische Kinder und Jugendliche

b)        Integration autistischer Schüler[1] in geeignete Schulen und weiterführende Ausbildungsstätten

c)        Eingliederung autistischer Jugendlicher und Erwachsener in den Beruf bzw. in Werkstätten für behinderte Menschen

d)        betreutes Wohnen unselbständiger autistischer Erwachsener

e)        Suche nach geeigneten Heimen oder Wohneinrichtungen für schwer behinderte oder ältere autistische Menschen

f)          Kooperation mit Heimen oder Wohneinrichtungen, die autistische Menschen betreuen, bezüglich Ausstattung, Förderungsangeboten, Beschäftigungsangeboten, Freizeitmaßnahmen oder Ähnlichem

g)        Kompensation von Sprachdefiziten durch Anwendung von Methoden der gestützten bzw. unterstützten Kommunikation

(4)        Bei ausreichendem Stiftungskapital sind weitere Sparten beabsichtigt, zum Beispiel:

h)        Übernahme der Trägerschaft für Therapieeinrichtungen, Schulen, Wohnanlagen, Heime für vorwiegend autistische Menschen.

§ 3 Bürger als Stifter

(1)        Die Stiftung ist eine Bürgerstiftung. Bürger, auch juristische Personen, können mit Teilstiftungen oder Spenden beitragen, die Ziele der Stiftung zu verfolgen. Sie leisten Beiträge

a)        als Stiftungsanteile bei der Gründung der Stiftung

b)        als Zustiftungen nach Gründung der Stiftung

c)        als Spenden.

Der Mindestbetrag für einen Stiftungsanteil nach a) oder für eine Zustiftung nach b) beträgt € 500,-, für Spenden nach c) gibt es keine Mindestbeträge.

(2)        Die Höhe der Teilstiftung eines Stifters ist die Summe der Höhe seines Stiftungsanteils nach a) und der Beträge, die er mit Zustiftungen nach b) in die Stiftung eingebracht hat.

(3)        Beträgt die Höhe der von einem Stifter eingebrachten Teilstiftung mindestens      2 000,- , so kann er bestimmen, für welche der nach § 2, Ziffer (3), definierten Sparten die Erträge seiner Teilstiftung verwendet werden sollen. 

(4)        Beträgt die Höhe der von einem Stifter eingebrachten Teilstiftung mindestens      10 000,-  , so hat er folgende Rechte:

a)        Er kann einen Nachfolger benennen, der seine Rechte wahrt, wenn er auf seine Rechte verzichtet oder für den Fall, dass er verstirbt.

b)        Er bzw. sein Nachfolger ist auf Wunsch stimmberechtigtes Mitglied im Stiftungsrat.

c)        Er kann nach Absprache mit dem Vorstand verfügen, dass die Erträge der Teilstiftung für eine vereinbarte Maßnahme zugunsten bestimmter autistischer Personen verwendet werden. Soweit es die in der Abgabenordnung festgelegten gesetzlichen Bestimmungen über steuerbegünstigte Zwecke zulassen (steuerlich unschädliche Betätigungen), kann festgelegt werden, dass ein Teil der Erträge einer bestimmten autistischen Person zugute kommen soll.

(5)        Näheres regelt der Stiftervertrag, der zwischen dem Stifter und dem Vorstand der Stiftung abgeschlossen wird.

§ 4 Stiftungsvermögen

(1)        Das Vermögen der Stiftung ist in seinem Bestand ungeschmälert zu erhalten. Ein Rückgriff auf die Substanz des Stiftungsvermögens ist nur mit vorheriger Zustimmung des Stiftungsrats und der Aufsichtsbehörde zulässig, wenn der Stifterwille anders nicht zu verwirklichen ist und der Bestand der Stiftung für angemessene Zeit gewährleistet bleibt.

(2)        Zustiftungen können in Form von Bar- und Sachwerten, letzteres mit Zustimmung des Stiftungsrates, erfolgen, zugestiftete Sachwerte können vom Vorstand jederzeit veräußert werden.

(3)        Unverbrauchte Erträgnisse können ins nächste Jahr vorgetragen werden.

[1]Aus Gründen der Einfachheit wird bei sämtlichen Personenbezeichnungen in diesem Dokument stets die kürzere männliche Form gewählt.