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A u t i s m u s – S t i f t u n g

 

Infobrief Nr.  1 für Stifter und Interessenten (Dezember 2005)

 

 

Liebe Stifter, liebe Interessenten,

 

die Autismus-Stiftung ist etabliert. Am 30.11. wurde die Stiftungsurkunde dem Vorstandsvorsitzen­den Herrn Walter Wagner vom nordhessischen Regierungspräsidenten Herrn Klein überreicht. Am Tag darauf wurde ein Konto eröffnet bei der

 

            Evangelischen Kreditgenossenschaft eG. (EKK)

            Bankleitzahl 520 604 10, Konto 10 05 10

            jetzt: Ev. Bank - unsere IBAN: DE37520604100000100510

 

Das Kasseler Finanzamt hat uns als mildtätige Stiftung anerkannt.

 

Stifter mit einer Teilstiftung unter € 2.000,- brauchen keinen Stiftervertrag abzuschließen.

Stifter mit einer Teilstiftung ab € 2.000,- und unter € 10.000 schließen einen einfachen Vertrag ab, in dem sie angeben, welcher Sparte die Erträge ihrer Teilstiftung zugute kommen sollen. Sparten sind in § 2 der Verfassung definiert.

Stifter mit einer Teilstiftung ab € 10.000 können  das Vertragsformular ausfüllen und angeben:

1.      die Sparte, der die Erträge der Teilstiftung zugute kommen sollen

2.      die Maßnahme, der die Erträge der Teilstiftung zugute kommen sollen

3.      den Personenkreis, dem die Erträge der Teilstiftung zugute kommen sollen.

 

Wir bitten, beide  Formulare auszufüllen, zu unterschreiben und an den Vorstand zu geben. Ein Exemplar erhalten Sie vom Vorstand unterschrieben zurück.

 

Die eingehenden Gelder werden sofort kurzfristig angelegt.  Der Vorstand prüft mehrere Angebote von Banken über sichere langfristige Geldanlagen.

 

Für Sie, liebe Interessenten, sind  Zustiftungen möglich. Bitte, setzen Sie sich mit dem Vorstand in Verbindung, wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, mit einer solchen Zustif­tung eine Maßnahme zugunsten autistischer Menschen zu unterstützen und – falls erwünscht - sich einen Platz in der Stifterversammlung, bei einer Zustiftung ab € 10.000,- auch einen Platz im Stiftungsrat, zu sichern.

 

Mit weiteren Infobriefen möchten wir regelmäßig unsere Stifter und Interessenten über die Ent­wicklung der Stiftung und die geförderten Maßnahmen unterrichten. Wir bitten um Verständnis, dass wir weitere Infobriefe nur noch an diejenigen Interessenten verteilen möchten, die uns  versichern, dass sie ernsthaft an eine Beteiligung denken. Alle anderen verweisen wir auf unsere gelegentlichen Veröffentlichungen im AUTISMUS-Heft und unsere Darstellung auf dieser Seite unter www.autismusstiftung.de .

 

Um Porto und Aufwand zu sparen, möchten wir moderne elektronische Medien nutzen. Sie können die Infobriefe per eMail bestellen: info@autismusstiftung.de .

 

Mit besten Wünschen 

 

   W.  Wagner,     K. Tjaden

 

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Infobrief Nr.  2 für Stifter und Interessenten (Oktober 2006)

 

 

Liebe Stifter, liebe Interessenten,

 

 

 

die Autismus-Stiftung ist hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Anzahl der Stifter ist auf 20, das Stif­tungskapital auf 91.000,- € angewachsen.

 

Zu fördernde Maßnahmen:

Eine erste zu fördernde Maßnahme wurde definiert. Es handelt sich um ein Projekt zum verstärk­ten Einsatz der gestützten Kommunikation in einer Wohngruppe in Hephata, einer Einrichtung des Diakonischen Werks in Schwalmstadt-Treysa. Zielsetzungen sind die Vertiefung der bereits geführten Dialoge, die Anbahnung der Dialogfähigkeit weiterer nicht sprechender Bewohner Hephatas und die Einarbeitung weiterer Stützpersonen.

 

Weitere zu fördernde Maßnahmen in verschiedenen Sparten sind in der Diskussion. Unsere Sat­zung und Stifterverträge für Stiftungen über 10.000,- € sehen vor, dass die Stifter bzw. die Stifte­rinnen selber die Maßnahmen bestimmen, für die die Erträge ihrer Teilstiftung verwendet werden sollen. Diese Maßnahmen müssen nicht in Kassel oder Umgebung, sondern können irgendwo in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt werden. Wir ermuntern immer wieder Interessenten außerhalb Nordhessens, lieber mit uns zusammen zu arbeiten als eigene Initiativen zu gründen.

 

Übernahme von Betreuungen?

 

Im Verlauf unserer Arbeit rückte ein wichtiger Gesichtspunkt in den Vordergrund, den wir zunächst nicht beachtet haben. Es gab Anfragen von Eltern von Menschen mit Autismus, ob im Falle ihrer eigenen Unfähigkeit, selber die Betreuung weiter zu führen, oder im Falle ihres Todes die Stiftung die gesetzliche Betreuung dieser Menschen übernehmen könne. Wir nehmen die Sorgen der Eltern, insbesondere wenn die zu betreuenden Söhne oder Töchter keine geeigneten Geschwister haben, sehr ernst und haben die Diskussion darüber begonnen, wie diesem Problem zu begegnen ist. Schließlich war die Sorge um das Wohlergehen und die Betreuung unserer Kinder nach unse­rem Ausscheiden eine wesentliche Motivation für die Gründung der Stiftung.    

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 W.  Wagner,     K. Tjaden

 

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Infobrief Nr.  3 für Stifter und Interessenten (Juni 2008)

Die Autismus-Stiftung besteht jetzt bald drei Jahre, da wird es Zeit, dass wir Sie, liebe Stifter und Interes­senten, über unsere Arbeit informieren.

 

Bürgerstiftung und herkömmliche Stiftung:

 

die Autismus-Stiftung mit Sitz in Kassel ist zu unterscheiden von der inzwischen gegründeten Stif­tung Autismus Deutschland mit Sitz in Hamburg. Die Autismus-Stiftung mit Sitz in Kassel ist eine Bürgerstiftung, also ein Zusammenschluss mehrerer Stifter, die auch nach der Gründung bemüht ist, weitere Zustifter zu gewinnen und damit das Stiftungskapital ständig zu erhöhen. Dagegen ist die Stiftung Autismus Deutschland eine herkömmli­che Stiftung mit ursprünglich einem Stifter allerdings eines beträchtlichen Vermögens.

 

Stiftungskapital:

 

Die Autismus-Stiftung wurde im September 2005 von 17 Stiftern mit einem Stiftungskapital von 78.000,- €  gegründet. Heute sind es 23 Stifter, das Stiftungskapital ist auf mehr als das Doppelte, nämlich auf 164.500,- €, angewachsen.

 

Stifterverträge:

 

Mit einer Ausnahme (Regionalverband autismus Nordhessen als Verein) sind die bisherigen Stifter der Autis­mus-Stiftung Eltern autistischer Personen, die zwar die in der Verfassung der Stiftung fest­gelegten gemeinnüt­zigen Ziele der

·            Förderung durch Autismus behinderter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener

·            Fürsorge für durch Autismus behinderter Menschen

verfolgen, dabei aber das Wohl ihrer eigenen Kinder im Auge haben und, so weit es von der Gesetz­gebung her möglich ist, verlangen, dass die Erträge der von Ihnen gestifteten Teilbeträge ihren Kin­dern zugute kommen. Die Grundlage hierfür bietet die Abgabenordnung (AO 1977) in der Fassung der Bekanntmachung vom 1.10.2002 (BGBl. I S. 3866) § 58 Absatz 5. Hier heißt es:

Die Steuervergünstigung wird nicht dadurch ausgeschlossen, dass eine Stiftung einen Teil, jedoch höchstens ein Drittel ihres Einkommens dazu verwendet, um in angemessener Weise den Stifter und seine nächsten Angehörigen zu unterhalten, …

Auf dieser Grundlage wurde ein Muster eines Stiftervertrages zwischen der Autismus-Stiftung und  jedem Stifter von mindestens 10.000,- € entworfen, in dem festgelegt wird, welcher Angehörige eines Stifters mit einem Drittel der Erträge der Teilstiftung gefördert wird und ferner, dass die verbleibenden zwei Drittel der Erträge zur Förderung anderer behinderter Menschen im Umfeld des genannten Angehörigen verwendet werden sollen.

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Zukünftige Fördermaßnahmen:

 

Es erfordert ein kompliziertes Regelwerk, die Wünsche bzw. durch diese Verträge erworbenen An­sprüche der Stifter zu registrieren und schließlich zu erfüllen. Die Autismus-Stiftung hat ein entspre­chendes Verfah­ren entwickelt. Die Stifter sind aufgefordert, selber Fördermaßnahmen für ihre Kinder und in deren Umfeld lebende behinderte Menschen vorzuschlagen. Die Stiftung wird aufgrund dieser Regelungen viele verschie­dene Maß­nahmen mit relativ kleinen Beträgen fördern.

 

Erst in ferner Zukunft, wenn die zu fördernden Angehörigen der Stifter verstorben sind, wird ein späterer Vor­stand über die Erträge der Teilstiftungen im Sinne der Verfassung frei verfügen und größere Projekte oder Maßnahmen fördern oder selber durchführen können. Aller Anfang ist schwer, doch ein Anfang für eine bes­sere Zukunft autistischer Menschen ist hier gemacht worden.

 

Einzugsbereich:

Die meisten Stifter sind auch Mitglieder des Regionalverbandes autismus Nordhesssen e.V., der Einzugsbe­reich der Stiftung ist aber nicht auf Nordhessen beschränkt. Zwei unserer Stifterinnen kommen aus Nord­rhein-Westfalen. Da die Kapazität unseres ehrenamtlich arbeitenden Vorstandes begrenzt ist, erwartet die Stiftung die Mitarbeit der von Nordhessen aus gesehen auswärtigen Stifter bei der Definition und Verfolgung der zu fördernden Maßnahmen in der jeweiligen Region. Auf jeden Fall Ist die Autismus-Stiftung an einer bundeswei­ten Zusammenarbeit aller an Stiftungen zugunsten autistischer Menschen interessierten Bürger interessiert.

 

Anlage des Stiftungskapitals:

Das Stiftungskapital wurde vom Vorstand, wie es für Stiftungen vorgeschrieben ist, risikoarm an­gelegt. Ein Teil wurde in sicheren Fonds angelegt, z.B. einem Immobilienfond. Bei Fondsanlagen müssen Ausgabeauf­schläge bezahlt werden, so dass in den ersten Jahren keine hohen Erträge zu erwarten sind. Erst für 2008 erhoffen wir uns nennenswerte Erträge zur Förderung von Maßnah­men.

 

Gegenwärtige Fördermaßnahmen:

Die bisherigen Förderungen von Maßnahmen wurden durch eingegangene Spenden finanziert. Neben kleine­ren Beiträgen zur Ausstattung des Hauses Maranatha (Heim für autistische Erwach­sene in Borken (Hessen)) wurde vor allem eine Freizeitmaßnahme des Regionalverbandes Nordhes­sen finanziert. Fünf erwachsene autistische Menschen, die aufgrund ihres Defizits an kommunikati­ven Fähigkeiten Schwierig­keiten haben, ihre Freizeit selbst zu gestalten, unternehmen in Begleitung therapeutisch erfahrener Betreuer etwa an jedem vierten Samstag gemeinsam Aus­flüge, Besuche von Veranstaltungen und dergleichen. Die Maßnahme bekam den Namen Sams­tagsgruppe. Ein im Infobrief Nr. 2 angekündigtes Projekt (Verstärk­ter Einsatz der Methode der gestützten Kommunika­tion in einer Wohngruppe in Hephata) musste leider ver­schoben werden, da die Finanzierung nicht geklärt werden konnte. Die vorgesehenen, aus Spenden aufge­brachten Fördermittel für dieses Pro­jekt stehen bereit.

 

Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerlichen Engagements:

Der Bundestag hat dieses Gesetz am 10.10.2007 beschlossen:

Der Höchstbetrag der abzugsfähigen Zuwendungen (Spenden oder Stiftungen) beträgt 20 % des Gesamtbe­trags der Einkünfte; und: Stiftungen oder Zustiftungen bis zu einem Gesamtbetrag von einer Million Euro können zusätz­lich auf Antrag des Steuerpflichtigen im Jahr der Zuwendung und in den folgenden 9 Jahren abgezogen wer­de

Die Beschränkungen bezüglich der Abziehbarkeit der Zuwendungen wurden also wesentlich gelo­ckert. Man beachte, dass die Verteilung der Abziehbarkeit auf 10 Jahre nur auf Antrag des Steuer­pflichtigen erfolgen kann. Wir empfehlen deshalb, diesen Antrag vor Entrichtung der Zuwendung beim Finanzamt zu stellen oder ihn vom Steuerberater stellen zu lassen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

   W.  Wagner,     K. Tjaden