Der Asperger- Autismus

Das Asperger-Syndrom war bisher selbstständiger Teil des ICD-10-Diagnosekatalogs für autistische Störungen. Erstmals wurde es im Jahr 1944 vom gleichnamigen österreichischen Kinderarzt Hans Asperger beschrieben. 

Asperger ist eine milde Form des Autismus, die sich in einer Kombination aus normaler bis hoher Intelligenz, mangelnden sozialen Fähigkeiten und einem besonderen Fokus auf bestimmte Interessen darstellt. Es wird auch als Kontakt- und Kommunikationsstörung bezeichnet.

Typische Kennzeichen von Asperger-Autismus

Typische Kennzeichen beim Asperger-Autismus sind:

Schwie­rig­keiten mit sozialen Interaktionen
Ein­ge­schränkte Interessen
Wunsch nach gleich­bleibender Routine und wenig Veränderung

Psychische Probleme mit Angstzuständen und Depression

Ausgeprägte Stärken in einem Bereich- zum Beispiel ein perfektes fotografisches Gedächtnis

Über­empfind­lich­keiten zum Beispiel gegen Licht, Geräusche, bestimmte Geschmäcker oder Gerüche

Schwie­rig­kei­ten bei Gesprächen, da die Stimme nicht in ihrer Lautstärke oder Tonhöhe variiert werden kann
Un­ko­or­di­nierte Bewegungen oder motorische Un­ge­schick­lich­keit

Ausgeprägte Stärken in einem Bereich- zum Beispiel ein perfektes fotografisches Gedächtnis

Über­empfind­lich­keiten zum Beispiel gegen Licht, Geräusche, bestimmte Geschmäcker oder Gerüche

Schwierigkeiten bei Gesprächen, da die Stimme nicht in ihrer Lautstärke oder Tonhöhe variiert werden kann

Unkoordinierte Bewegungen oder motorische Ungeschicklichkeit

Auch wenn der Asperger-Autismus nicht mehr offiziell in der ab 2022 gültigen ICD-11-Klassifikation vorkommt, identifizieren sich viele Menschen als Asperger-Autisten.

Asperger-Autisten unterscheiden sich von Kanner-Autisten in ihren stärkeren sprachlichen und intellektuellen Fähigkeiten. Viele Menschen mit Asperger-Syndrom lernen in guter Therapie, ihren Alltag nahezu problemlos zu meistern. Ein guter Ansatz ist es dabei, die Stärken von Asperger-Autisten zu fördern und damit ihre Schwächen zumindest zu einem Teil auszugleichen.

Therapieansätze

Der Therapieansatz für Asperger-Autisten ist individuell verschieden, kann aber die folgenden Bereiche umfassen:

  • Kognitive Verhaltenstherapie, um Angstzustände zu lindern und die individuellen, persönlichen Herausforderungen anzugehen.
  • In speziellen Kursen können die sozialen Fähigkeiten verbessert werden, was sich positiv auf die Konversationsfähigkeit und das Verstehen non-verbaler Signale auswirkt.
  • Logopädie kann helfen die Sprachkompetenz zu verbessern.
  • Physio- und Ergotherapie können dazu beitragen die Koordination zu verbessern.
  • Medikamente können helfen, Angstzustände, Depressionen und Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) zu behandeln.

Diagnose

Es ist weiterhin nicht die Norm, dass Asperger-Autismus bereits im Kindesalter diagnostiziert wird, – obwohl es sich bereits ab dem 4. Lebensjahr sichtbar zeigen kann. Aufgrund der normalen bis hohen Intelligenz, fallen die Kinder im Schulsystem nicht durch schlechte Leistungen auf.

Oft dauert es daher bis ins Erwachsenenalter bis diese Form des Autismus diagnostiziert wird. Kinder werden häufig zunächst fälschlicherweise mit ADHS oder anderen Störungen diagnostiziert. Eine gute Aufklärung könnte dieses Problem zunehmend verkleinern.

Erwachsene mit Asperger-Syndrom leben oft sehr zurückgezogen und vermeiden soziale Kontakte – aber auch dies gilt nicht für jeden Betroffenen. Auf andere Menschen, die nichts über ihre Störung wissen, wirken sie daher oft etwas sonderbar.

 

Wenn Autisten Kontakte pflegen ist das meist zu Menschen, die ähnlich introvertiert sind und mit ihren autistischen Zügen umgehen können. Eine Partnerschaft einzugehen ist für viele Menschen mit Asperger-Syndrom schwierig, aber nicht unmöglich.

 

Wenn Asperger-Autisten es schaffen ihre besonderen Begabungen und Interessen beruflich umzusetzen, ist das perfekt und trägt sehr zur Lebensqualität bei. Unterstützung und Halt können dabei entscheidend sein.

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