Vom Regionalverband zur etablierten Stiftung

Die Wurzeln der Autismus-Stiftung reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als der spätere Gründungsstifter Walter Wagner mit anderen Eltern den ersten Regionalverband für autistische Menschen in Nordhessen gründete. Aus diesem jahrzehntelangen Engagement entstand 2005 die Autismus-Stiftung. Diese Seite zeigt die wichtigsten Meilensteine als Zeitstrahl. Von den ersten Elterninitiativen in Nordhessen bis zur heutigen bundesweiten Beratungs- und Förderarbeit.

Mehr zur Person des Gründers lesen Sie auf der Seite Walter Wagner. Aktuelle Projekte und Schwerpunkte finden Sie unter Was wir tun.

Wurzeln: 1970er Jahre bis Anfang 2000er

Bevor die Stiftung entstand, gab es Jahrzehnte gelebter Selbsthilfe und Verbandsarbeit. Diese Vorgeschichte ist die Grundlage für alles, was später folgte.

1970er Jahre: Verbandsgründung

Walter Wagner gründet mit anderen Eltern den Regionalverband „Hilfe für das autistische Kind Kassel-Göttingen“, den heutigen Regionalverband Nordhessen. Erstes klares Ziel: bessere Lebensbedingungen und mehr Verständnis für autistische Menschen. Damals gab es kaum Anlaufstellen für Familien mit autistischen Kindern in Nordhessen.

1980er und 1990er: Aufbauarbeit

Der Verband wächst, baut Beratungsangebote auf und vernetzt Familien in der Region. Walter Wagner ist erster Vorsitzender und prägt die Verbandsarbeit über Jahrzehnte mit christlich motivierter Nächstenliebe und praktischem Engagement.

Anfang 2000er: Idee Stiftung

Aus der Erfahrung mit dem Regionalverband reift die Erkenntnis, dass eine Stiftung mit eigenem Kapitalstamm langfristigere Wirkung entfalten kann als reine Mitgliederstrukturen. Erste Vorgespräche zur Errichtung einer Stiftung beginnen.

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Stiftungsgründung und Aufbauphase: 2005 bis 2020

Mit der formalen Errichtung der Stiftung im Jahr 2005 begann eine neue Etappe. Aus der ursprünglichen Verbandsarbeit wurde eine eigenständige Institution mit Kapitalstamm und langfristiger Perspektive. Die Gründung markierte den Übergang von kurzfristiger Vereinsarbeit zu dauerhafter, generationenübergreifender Wirkung.

2005: Errichtung der Stiftung

Die Autismus-Stiftung wird als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Anerkennung der Gemeinnützigkeit, Berufung des Stiftungsrats, erste Spenden und Zustiftungen treffen ein. Die Stiftung erhält ihren Sitz in Kassel und wird vom Regierungspräsidium Darmstadt anerkannt.

2006 bis 2015: Strukturen

Aufbau eigener Beratungsangebote, erste Veröffentlichungen zu Behindertentestament und Eingliederungshilfe, Aufbau eines Netzwerks aus Notarinnen, Anwältinnen und Beratenden für rechtssichere Empfehlungen.

2016 bis 2020: Erste Förderprojekte

Vergabe erster Forschungsstipendien zu Frühdiagnostik und Lebensqualität. Beginn der Förderung von Wohnprojekten gemeinsam mit etablierten Trägern wie der Lebenshilfe.

Heute und Morgen: ab 2021

In den letzten Jahren hat sich die Stiftung zu einer etablierten Anlaufstelle entwickelt. Mit dem Tod des Gründers im Jahr 2025 hat sich zudem ein klarer Generationswechsel vollzogen. Die Stiftung ist heute breiter aufgestellt als je zuvor und erreicht Familien in ganz Deutschland.

2021 bis 2024: Konsolidierung

Ausbau der digitalen Beratung, Veröffentlichung kostenfreier E-Books, Aufbau einer Online-Plattform mit Checklisten und Vorlagen für Familien. Erster ausführlicher Wirkungsbericht und Anerkennung mit Spendensiegeln. Start des Einrichtungsverzeichnisses mit über 6.400 Adressen in ganz Deutschland.

21. Mai 2025: Abschied von Walter Wagner

Gründungsstifter Pfarrer i. R. Walter Emil Karl Wagner verstirbt im Alter von 88 Jahren. Sein Vermächtnis lebt in der täglichen Arbeit der Stiftung weiter. Nachfolge im Vorstand: Johannes Schatt, der die Stiftung als alleiniger Vorstand fortführt.

Ab 2026: Ausblick

Ziel ist eine deutliche Erweiterung des Stiftungskapitals durch Zustiftungen und Vermächtnisse. Damit sollen Beratung, Wohnprojekte und Forschungsförderung dauerhaft auf eine breitere Basis gestellt werden. Parallel wird die digitale Beratung weiter ausgebaut und die Informationsplattform kontinuierlich erweitert.

Häufige Fragen zur Geschichte

Warum wurde die Stiftung gegründet?

Auslöser waren Lücken in Beratung, Vorsorge und Wohnen für Menschen im Autismus-Spektrum und ihre Familien, die sich in der jahrzehntelangen Verbandsarbeit immer wieder zeigten. Die ausführliche Motivation lesen Sie auf der Seite Wo kommen wir her.

Wer war an der Gründung beteiligt?

Initiator war Pfarrer Walter Wagner, der bereits in den 1970er Jahren den Regionalverband mitgegründet hatte. Mehr zur Person finden Sie auf der Seite Walter Wagner.

Wie hängen Stiftung und Regionalverband zusammen?

Der Regionalverband Nordhessen und die Autismus-Stiftung sind eigenständige Organisationen mit gemeinsamer Wurzel. Sie ergänzen sich: der Verband mit Mitgliederstrukturen vor Ort, die Stiftung mit Kapitalstamm und langfristiger Förderung.

Was hat sich seit dem Tod des Gründers verändert?

Die Arbeit der Stiftung wird vom neuen Vorstand im Sinne des Gründers fortgeführt. Der Schwerpunkt liegt jetzt stärker auf digitaler Beratung, bundesweiter Reichweite und dem Aufbau eines Netzwerks aus Stiftern und Fördermitgliedern. Die Werte und der Stiftungszweck bleiben unverändert.

Werden Sie Teil unserer Geschichte: jetzt und für die nächsten Jahrzehnte.

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