Orientierung, Beratung und langfristige Unterstützung. Vom ersten Verdacht bis zur Vorsorge für das Erwachsenenleben.
Eltern eines Kindes im Autismus-Spektrum zu sein heißt, viele Rollen gleichzeitig auszufüllen. Sie sind Begleiterin und Begleiter, Übersetzerin gegenüber Behörden, Anwältin im Schulalltag und Planerin für eine Zukunft, die manchmal weit über die eigene Lebenszeit hinausreicht. Das alles braucht Wissen, Kraft und vor allem verlässliche Ansprechpartner. Genau dafür ist diese Übersichtsseite gedacht: als ruhiger Einstieg, der Ihnen Orientierung gibt, ohne Sie zu überfordern.
Wir wissen, dass jede Familie anders ist. Eltern eines kleinen Kindes nach der Diagnose stellen andere Fragen als Eltern eines erwachsenen Sohnes, der in eine eigene Wohnform zieht. Großeltern, die finanziell unterstützen möchten, brauchen wieder andere Informationen. Auf den verlinkten Themenseiten finden Sie deshalb zugeschnittene Inhalte. Diese Seite hier ist Ihr Wegweiser.
Wir hören in unserer Beratung immer wieder dieselben drei Lebenslagen. Suchen Sie sich aus, was Ihrer Situation am nächsten kommt. Sie können später jederzeit zu den anderen Themen wechseln, denn vieles greift ineinander.
Ihr Kind ist im Vorschul- oder Grundschulalter und Sie haben gerade eine Diagnose erhalten oder warten auf die endgültige Bestätigung. Sie suchen Antworten zu Frühförderung, Eingliederungshilfe und der Frage, wer Ihnen jetzt zur Seite steht.
Ihr Kind ist im Schulalter oder in der Pubertät. Themen wie Schulbegleitung, Nachteilsausgleich, soziale Teilhabe, Berufsorientierung und der Umgang mit Behörden bestimmen den Alltag. Sie suchen praktische Werkzeuge.
Schule und Inklusion | Jugendliche im Spektrum | Teilhabe und Arbeit
Ihr Sohn oder Ihre Tochter ist erwachsen oder wird es bald. Sie denken an Wohnen, gesetzliche Betreuung, Behindertentestament und langfristige Absicherung, auch über Ihre eigene Lebenszeit hinaus. Hier brauchen Sie sehr fundierte Information.
Erwachsene im Spektrum | Wohnprojekte | Behindertentestament
In der Beratung merken wir, dass sich die meisten Fragen um wenige zentrale Themenfelder drehen. Hier ein Überblick, mit Verweisen auf die jeweilige Vertiefung. Falls ein Thema gerade nicht passt, springen Sie es einfach über.
Was bedeutet die Diagnose Autismus-Spektrum-Störung wirklich, und was nicht? Welche Unterschiede gibt es zwischen frühkindlichem Autismus, Asperger und atypischem Autismus? Wir erklären verständlich, was im Alltag wichtig ist.
Welche Förderung passt zu Ihrem Kind? Wann ist Ergotherapie sinnvoll, wann eine spezielle Autismus-Therapie? Wie unterscheiden sich die Angebote? Wir sortieren die Möglichkeiten und nennen seriöse Anlaufstellen.
Regelschule mit Schulbegleitung, Förderschule, Inklusion oder ein anderer Weg? Welche Anträge sind nötig, welche Rechte haben Sie? Wir zeigen, wie der Schulalltag gelingen kann, ohne Familien zu überfordern.
Persönliches Budget, Schulbegleitung, Assistenz im Alltag: Eingliederungshilfe ist kompliziert. Wir erklären, welche Leistungen wem zustehen und worauf Sie bei der Antragstellung achten sollten.
Wenn Kinder erwachsen werden, stellt sich die Wohnfrage neu. Ambulant betreutes Wohnen, besondere Wohnformen, Wohngemeinschaften: Wir geben einen Überblick und zeigen geförderte Projekte aus unserer Region.
Was passiert, wenn Sie selbst nicht mehr da sind? Wie schützen Sie das Erbe Ihres Kindes vor dem Sozialamt? Welche Vollmachten sind sinnvoll? Diese Fragen brauchen Zeit, fachlich fundierte Antworten und einen kühlen Kopf.
Das Hilfesystem in Deutschland ist verzweigt und für Außenstehende oft unübersichtlich. Krankenkasse, Jugendamt, Sozialamt, Reha-Träger, Arbeitsagentur, Bildungsbehörden: jeder Träger hat eigene Regeln, eigene Anträge, eigene Fristen. Damit Sie sich nicht verlieren, haben wir einen einfachen Wegweiser entwickelt, der Sie altersgerecht durch die wichtigsten Schritte führt.
Erste Anlaufstellen sind oft das Sozialpädiatrische Zentrum oder spezialisierte Ambulanzen für die Diagnostik, danach die Frühförderstelle und der zuständige Eingliederungshilfeträger. Im Schulalter kommen Schulamt, Jugendamt und Kinder- und Jugendpsychiatrie hinzu. Im Erwachsenenalter spielen Sozialamt, Werkstatt, gesetzliche Betreuung und Wohnträger eine wachsende Rolle. Wer früh den Überblick gewinnt, spart später viele Wege und vermeidet Anträge, die ins Leere laufen.
Wir helfen Ihnen, die richtigen Türen zu finden, ohne Ihnen die Entscheidungen abzunehmen. Sie kennen Ihr Kind am besten. Wir bringen das System-Wissen mit. Diese Kombination entlastet, ohne zu bevormunden, und sie spart Ihnen oft Monate auf der Suche nach der richtigen Stelle.
Schwerbehindertenausweis, Pflegegrad, Schulbegleitung, Eingliederungshilfe: jeder Antrag hat eigene Formulare und Wartezeiten. Wir nennen Ihnen die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt hat, und sagen Ihnen, welche Stelle wofür zuständig ist.
Viele Anträge werden zunächst abgelehnt, obwohl sie berechtigt sind. Wir erklären, wie ein Widerspruch formuliert sein sollte und wann es sinnvoll ist, eine Anwältin oder einen Anwalt einzubeziehen. Auch hier vermitteln wir Empfehlungen.
Kindergarten zur Schule, Schule zum Beruf, Elternhaus zur eigenen Wohnform: Übergänge sind besonders sensibel. Wir geben Hinweise, wie Sie diese Phasen vorbereiten, damit Ihr Kind die nötige Stabilität behält.
Aus der Stiftung heraus haben wir drei Angebotsformen entwickelt, die sich in den letzten Jahren bewährt haben. Sie ergänzen sich, und Sie können sie einzeln oder kombiniert nutzen.
Ein vertrauliches Gespräch mit einer erfahrenen Beraterin oder einem Berater, telefonisch, per Video oder vor Ort. Wir hören zu, ordnen ein und nennen konkrete nächste Schritte. Kostenfrei, ohne Verpflichtung, mit so viel Zeit, wie Sie brauchen.
Checklisten, E-Books, Erklärvideos und ein Online-Webinar zum Thema Vorsorge. Alles kostenfrei, jederzeit zugänglich, mobil lesbar. Ideal, wenn Sie zwischen Beruf und Familie nur abends Zeit zum Lesen haben.
Bei rechtlichen oder finanziellen Spezialfragen vermitteln wir Sie an erfahrene Notarinnen, Anwältinnen und Steuerberatende, die mit dem Thema Behindertentestament wirklich vertraut sind. Sie erhalten geprüfte Empfehlungen.
Vertrauen entsteht durch Verlässlichkeit und Erfahrung. Beides bringen wir mit. Unsere Wurzeln reichen in die 1970er Jahre zurück, als Walter Wagner mit anderen Eltern den Regionalverband für autistische Menschen in Nordhessen gründete. Aus dieser jahrzehntelangen Praxis ist 2005 die heutige Stiftung entstanden. Das prägt unsere Haltung bis heute.
Unsere Beraterinnen und Berater haben oft selbst Familienerfahrung im Spektrum oder kommen aus pädagogischen, juristischen oder medizinischen Berufen. Sie verstehen, was Sie beschäftigt, weil sie ähnliche Wege bereits begleitet haben.
Wir sind keiner Partei, keinem Träger und keinem Anbieter verpflichtet. Unsere Empfehlungen orientieren sich allein an dem, was Ihnen und Ihrem Kind hilft. Diese Unabhängigkeit ist eine bewusste strategische Entscheidung der Stiftung.
Was Sie uns erzählen, bleibt bei uns. Wir geben keine Daten weiter, dokumentieren intern nur das Nötigste und löschen Notizen auf Wunsch. Vertrauen ist die Grundlage unserer Arbeit.
Nein, das ist nicht nötig. Es genügt, wenn Sie kurz beschreiben, was Sie gerade beschäftigt. Falls Sie schon Unterlagen haben, etwa Diagnoseberichte oder Bescheide, können Sie diese gerne mitbringen. Es geht aber auch komplett ohne Papier.
Selbstverständlich. Viele Familien wenden sich bereits in der Phase eines Verdachts an uns. Wir helfen Ihnen, die nächsten diagnostischen Schritte einzuordnen und zeigen, welche Unterstützung schon vor einer endgültigen Diagnose möglich ist.
Ja. Häufig sind Großeltern, Tanten oder Geschwister wichtige Mitbeteiligte und möchten unterstützen, ohne das Familiensystem zu überfordern. Wir nehmen uns Zeit für diese Gespräche, gerne gemeinsam mit den Eltern, gerne auch separat.
Diese Seite ist die Übersicht. Von hier aus verlinken wir auf vertiefende Cluster-Seiten zu Frühförderung, Schule, Vorsorge und vielen weiteren Themen. So finden Sie schnell genau das, was Sie gerade brauchen, ohne sich durch lange Texte zu kämpfen.
Frühförderung | Schule und Inklusion | Diagnose verstehen | Jugendliche | Erwachsene im Spektrum | Eingliederungshilfe | Wohnprojekte | Behindertentestament | Langfristige Vorsorge | Teilhabe und Arbeit