Wissen, das im Alltag trägt: Kommunikation, Schule, Therapien und Familienbalance.
Der Alltag mit einem autistischen Kind stellt Familien vor Fragen, auf die es selten einfache Antworten gibt. Dieser Ratgeber bündelt die wichtigsten Informationen zu Diagnose, Förderung, Schule, Recht und Absicherung an einem Ort, damit Sie nicht stundenlang suchen müssen. Ob Sie gerade die erste Diagnose erhalten haben oder schon Jahre kämpfen: Hier finden Sie strukturierte Orientierung.
Übersicht: Für Eltern | Persönliches Beratungsgespräch | Einrichtungen finden
Unser Team begleitet Familien von der ersten Orientierung bis zur langfristigen Absicherung. Kostenfrei und unverbindlich.
Autismus ist keine Seltenheit. In jeder Schulklasse sitzt statistisch gesehen mindestens ein Kind im Autismus-Spektrum.
Viele Kinder, besonders Mädchen und hochbegabte Kinder, erhalten ihre Diagnose erst in der Mittel- oder Oberstufe.
Die Wartelisten bei spezialisierten Kinder- und Jugendpsychiatern sind lang. Frühe Vorbereitung verkürzt den Weg erheblich.
So viel Zeit verbringen Eltern durchschnittlich in den ersten Wochen mit der Suche nach verlässlichen Informationen.
Diese sechs Bereiche sind die häufigsten Anlaufpunkte in unserer Beratung. Klicken Sie auf das Thema, das Sie gerade beschäftigt.
Frühzeitige Fördermaßnahmen sind entscheidend für die Entwicklung. Erfahren Sie, welche Leistungen nach SGB IX und SGB VIII zustehen und wie Sie den Antrag stellen.
Inklusion, Förderschule, Nachteilsausgleich bei Prüfungen: Was Ihr Kind in der Schule beanspruchen kann und wie Sie es durchsetzen.
Wie läuft eine Autismus-Diagnostik ab, welche Tests werden eingesetzt und worauf sollten Sie bei der Wahl der Fachstelle achten?
Verhaltenstherapie, Ergotherapie, Logopädie, TEACCH: Ein Überblick der wichtigsten Ansätze und was die Forschung dazu sagt.
Eingliederungshilfe, Pflegegeld, Behindertenausweis: Welche gesetzlichen Leistungen Ihrem Kind zustehen und wie Sie sie beantragen.
Betreuungsverfügung, Stiftungslösung, Treuhandmodell: Wie Sie sicherstellen, dass Ihr Kind auch dann versorgt ist, wenn Sie es nicht mehr können.
Die erste Zeit nach der Diagnose ist für viele Familien überwältigend. Es kommen Erleichterung, Trauer, Wut und Hoffnung gleichzeitig. Dieser Schritt-für-Schritt-Plan hilft Ihnen, einen klaren Kopf zu behalten und die richtigen ersten Schritte zu gehen.
Die Diagnose verändert zunächst nichts an Ihrem Kind. Es ist dasselbe Kind wie vorher. Nehmen Sie sich Zeit, bevor Sie handeln. Sprechen Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, holen Sie sich Unterstützung im Familien- oder Freundeskreis.
Lesen Sie den Befundbericht genau durch und fragen Sie beim Diagnostiker nach, was die Ergebnisse konkret für den Alltag Ihres Kindes bedeuten. Nicht jedes Kind ist gleich betroffen. Das Spektrum ist breit.
Stellen Sie so früh wie möglich einen Antrag auf Frühförderung beim zuständigen Jugendamt oder Sozialamt. Nach SGB IX haben Kinder mit Behinderung Anspruch auf Komplexleistungen. Fristen beachten.
Wenden Sie sich an die Schule und das Schulamt. Ein Schulbegleiter kann beantragt werden, wenn Ihr Kind ohne Unterstützung nicht am Unterricht teilnehmen kann. Das ist ein Rechtsanspruch nach SGB IX.
Andere Eltern sind die wertvollste Ressource. Suchen Sie lokale Selbsthilfegruppen, treten Sie Online-Communities bei und knüpfen Sie Kontakt zu spezialisierten Beratungsstellen in Ihrer Region.
Je früher Sie über Betreuungsverfügung, Testamente und Vorsorge nachdenken, desto besser. Unser Bereich Kind absichern gibt einen ersten Überblick, was es zu regeln gilt.
Eine ausführliche Begleitung durch alle Schritte finden Sie auf unserer Seite Nach der Diagnose.
Gute Bücher schaffen Orientierung, wenn die Online-Flut überfordert. Diese Auswahl hat sich in unserer Beratung bewährt. Alle Bücher sind ohne Werbung empfohlen.
Ein Standardwerk für Eltern, das das Spektrum klar erklärt und auf häufige Fragen zu Verhalten, Kommunikation und Förderung eingeht. Ideal für den Einstieg nach der Diagnose.
Elternberichte aus erster Hand kombiniert mit Expertenkommentaren. Besonders hilfreich für den Umgang mit Gefühlsausbrüchen und sensorischen Besonderheiten im Alltag.
Keine leichte Lektüre, aber unverzichtbar: Welche Leistungen stehen Kindern mit Autismus zu, wie werden Anträge gestellt und wo klagt man, wenn Behörden ablehnen?
Für die Schulzeit: Wie Eltern gemeinsam mit Lehrern und Schulbegleitern ein gutes Umfeld schaffen und welche Rechte im Schulalltag gelten. Mit konkreten Gesprächsleitfäden.
Die vollständige kommentierte Buchempfehlungsliste finden Sie auf unserer Bücher-Seite.
Unser Beratungsteam kennt die häufigsten Stolpersteine und hilft Ihnen, den nächsten Schritt zu klären.
Neben unserer Stiftung gibt es bundesweit verlässliche Organisationen, die Eltern autistischer Kinder unterstützen.
Unsere Einrichtungssuche umfasst Beratungsstellen, Förderzentren, Wohnangebote und Tagesstätten im gesamten Bundesgebiet. Filtern Sie nach Postleitzahl, Zielgruppe und Angebotsart.
Autismus Deutschland e.V. ist der größte Fachverband mit regionalen Untergliederungen in allen Bundesländern. Der Bundesverband körper- und mehrfachbehinderter Menschen (BVKM) bietet Rechtsberatung. Die Caritas betreibt spezialisierte Autismus-Beratungsstellen in vielen Städten. Alle drei Organisationen sind kostenfrei erreichbar.
Eine verlässliche Diagnose ist in der Regel ab dem dritten Lebensjahr möglich, bei Frühkindlichem Autismus häufig auch früher. Je jünger das Kind, desto erfahrener sollte die diagnostizierende Stelle sein. Erste Zeichen können Kinderärzte bereits im Rahmen der U-Untersuchungen dokumentieren.
Offizielle Diagnosen dürfen nur Fachärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie oder klinische Psychologen mit entsprechender Ausbildung stellen. Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) sind häufig gut ausgestattete erste Anlaufstellen. Die Diagnose muss auf standardisierten Tests wie dem ADI-R oder ADOS basieren.
Frühförderung ist in der Regel für Familien kostenlos, wenn ein Anspruch nach SGB IX besteht. Die Kosten werden zwischen Krankenkasse und Sozialhilfeträger aufgeteilt. Voraussetzung ist ein ärztliches Gutachten sowie ein individueller Förderplan. Lassen Sie sich vom Jugendamt oder einer Beratungsstelle beim Antrag helfen.
Ja, wenn Ihr Kind ohne individuelle Begleitung nicht am Unterricht teilnehmen kann, besteht ein Rechtsanspruch auf Schulbegleitung nach SGB IX. Der Antrag wird beim Sozialamt oder Jugendamt gestellt. Viele Anträge werden zunächst abgelehnt und müssen mit einem Widerspruch durchgesetzt werden. Eine Beratungsstelle kann dabei helfen.
Kinder verstehen mehr als Erwachsene oft denken. Ehrliche, altersgerechte Erklärungen ohne Dramatisierung helfen. Bücher für Kinder über Autismus sind ein guter Einstieg. Geschwisterkinder brauchen eigene Gesprächszeit und das Gefühl, dass ihre Gefühle ebenfalls wichtig sind.
Mit einer Spende oder Fördermitgliedschaft ermöglichen Sie kostenfreie Beratung für Eltern wie Sie.
Weitere Themen fuer Eltern: Autismus und Familie, Schulbegleitung, Finanzielle Hilfen und Sorgerecht.
Sie müssen den Inhalt von hCaptcha laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Mapbox. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen