Drei Lücken in der Versorgung waren der Auslöser, die Autismus-Stiftung zu gründen. Sie prägen unsere Arbeit bis heute.
Die Autismus-Stiftung ist nicht am Schreibtisch entstanden, sondern aus jahrzehntelanger gelebter Praxis. Familien, die nach einer Diagnose monatelang auf Beratung warteten. Eltern, die nicht wussten, wie sie ihr Kind rechtlich absichern können. Erwachsene im Spektrum, für die es kaum geeignete Wohnformen gab. Diese Erfahrungen wurden in der Verbandsarbeit der 1970er und 1980er Jahre gesammelt und führten Anfang der 2000er Jahre zur Errichtung der Stiftung.
Diese Seite beschreibt das Warum hinter unserer Stiftung: die Motivation, die Wurzeln und die Lücken, die wir schließen wollten. Den chronologischen Werdegang mit den konkreten Jahreszahlen lesen Sie auf der Seite Geschichte. Mehr über den Gründer Walter Wagner finden Sie auf der Seite Walter Wagner.
Schon in der Verbandsarbeit der 1970er und 1980er Jahre wurden in Gesprächen mit Familien, Fachkräften und Forschenden immer wieder dieselben drei Lücken in der Versorgung genannt. Sie bilden bis heute das Fundament unserer Arbeit.
Nach einer Autismus-Diagnose stehen viele Familien allein da. Es fehlen Anlaufstellen, die zuhören, einordnen und konkret weiterhelfen, von Frühförderung über Eingliederungshilfe bis zur rechtlichen Vorsorge.
Viele Eltern sorgen sich, was passiert, wenn sie selbst nicht mehr da sind. Die Kombination aus Behindertentestament, Vorsorgevollmacht und finanzieller Absicherung ist komplex und für Laien schwer durchschaubar.
Während Kinder zunehmend Aufmerksamkeit erhalten, fehlen für Erwachsene im Spektrum Wohnformen, die zugleich Selbstbestimmung ermöglichen und verlässliche Begleitung bieten.
Wir haben uns bewusst für die Rechtsform Stiftung entschieden. Eine Stiftung baut Kapital auf, das dauerhaft erhalten bleibt. Die Erträge fließen in Projekte, ohne dass die Substanz aufgezehrt wird. Das gibt Familien, die uns ihr Vertrauen schenken, eine Sicherheit, die Vereine in dieser Form nur schwer bieten können.
Unser Anspruch von Anfang an: keine weitere Verwaltungsebene aufbauen, sondern dort wirken, wo Familien, Fachkräfte und Forschende uns brauchen. Das prägt unsere schlanke Struktur, unsere Verwaltungsquote und unsere Entscheidungswege bis heute.
Aus der Anfangsidee ist eine wachsende Stiftung geworden, mit eigenen Beratungsangeboten, geförderten Wohnprojekten und wissenschaftlichen Studien. Drei Überzeugungen aus der Gründungszeit sind dabei unverändert geblieben.
Wir orientieren unsere Angebote an dem, was Familien wirklich brauchen, nicht an dem, was wir am leichtesten anbieten können. Beratung steht deshalb am Anfang jeder neuen Idee.
Wir messen den Erfolg unserer Arbeit an der Veränderung im Leben von Menschen im Spektrum, nicht an Titeln, Auszeichnungen oder der Größe unserer Strukturen.
Stifterinnen und Stifter sind für uns keine anonymen Geldgeber. Wir suchen den persönlichen Austausch, hören zu und gestalten gemeinsam, wofür Mittel verwendet werden.
Den genauen Zeitstrahl mit Gründungsjahr und Meilensteinen lesen Sie auf der Seite Geschichte. Diese Seite hier konzentriert sich auf die Frage, warum die Stiftung entstanden ist.
Die Stiftung geht auf die Initiative von Walter Wagner zurück, dessen Familie selbst von Autismus betroffen ist. Mehr zur Person und zu seinem persönlichen Bezug finden Sie auf der Seite Walter Wagner.
Die drei Kernlücken aus der Gründungszeit sind bis heute unsere Schwerpunkte. Hinzugekommen sind die Forschungsförderung und ausgebaute Wohnprojekte, beides entstanden aus Rückmeldungen von Familien.
Über uns Übersicht | Geschichte (Zeitstrahl) | Walter Wagner (Gründer) | Unsere Mission | Was wir tun
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