Forschungsfokussierte Stiftung, gegründet 2009 in New York von der Forscherin Alison Singer, ehemals bei Autism Speaks. Deutlich kleiner als Autism Speaks, aber mit klarem Fokus: 100 Prozent der Spenden gehen in wissenschaftliche Forschung, die Verwaltung wird durch separate Grants und Stiftungsvermögen finanziert.
Die ASF vergibt jährlich mehrere Forschungs-Grants in drei Kategorien: Undergraduate Summer Research Fellowships für Studierende, Pre- und Postdoctoral Fellowships für angehende Forschende und Accelerator Grants für etablierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit innovativen Projekt-Ideen. Fokus liegt auf Grundlagenforschung, Biomarker-Suche und der Verbesserung diagnostischer Verfahren.
Neben der Grant-Vergabe betreibt die ASF eine sehr aktive Wissenschaftskommunikation. Ihr wöchentlicher Podcast Autism Science Foundation Weekly ist unter Fachleuten und interessierten Laien eine feste Größe. Sie veröffentlichen zudem regelmäßige Reviews des aktuellen Forschungsstands.
Die ASF ist unser wichtigstes internationales Vorbild für eine mögliche Forschungsförderung. Ihr Modell zeigt, wie eine vergleichsweise kleine Stiftung mit klarem Fokus wissenschaftliche Wirkung erzielen kann, ohne selbst ein Institut zu betreiben.
Wir prüfen die Auflegung eines eigenen kleinen Forschungsfonds ab 2027 nach ASF-Vorbild: transparenter Peer-Review-Prozess, klare Vergabekriterien, jährliche Grants im vier- bis fünfstelligen Bereich für deutsche Nachwuchs-Forschung zu Autismus im Erwachsenenalter. Ein direkter Austausch mit der ASF-Geschäftsführung ist für Frühjahr 2027 vorgesehen, insbesondere zu Governance-Fragen.
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